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Children of Bodom
Dies ist ebenfalls eine meiner Lieblingsbands!! Die haben irgendwas an sich...ich glaub irgendwie was "verspieltes",wenn ich Lieder von denen höre gehts bei mir immer hoch und runter.....;)

                                                                                                         
Children of Bodom wurde 1993 in Espoo, Finnland gegründet. Keiner weiß genau,was sie eigentlich spielen...ob Black/Death oder Heavy Metal...ich vertrete eher die Meinung,dass sie Melodic Death Metal spielen...aber meine Meinung ist ja hier eigentlich egal

Zitat von Alex Laiho (Sänger/Gitarrist der Band CoB):

 „Am liebsten würde ich unsere Musik schlicht als Heavy Metal beschreiben, aber das reicht vielen nicht aus. Nennt es von mir aus Death-Thrash-Speed-Punk, aber bitte nicht Power Metal. Damit verbinde ich Bands wie HammerFall, und mit denen haben wir nun gar nichts gemein.“



Jedenfalls hieß CoB erst "Inearthed", während dieser Zeit spielten sie 3 Demoaufnahmen ein (diese waren eindeutig dem Bereich Melodic Death Metal einzuordnen)
Erst zu ihrem 1.Album änderten sie ihr Namen zu "Children of Bodom"

Ihr heutiger Bandname stammt von einem recht grausigen Mordfall, bei dem 1960 vier Jugendliche am See Bodom von einem Irren angegriffen werden und drei davon die Attacke nicht überleben. Die vierte Person befindet sich noch immer in psychiatrischer Behandlung, vom Mörder fehlt seitdem jede Spur. Allerwings wird am 21. August 2005 der einzige Überlebende, der inzwischen 63-jährige Nils Gistaffson, des Mordes angeklagt und muss sich für die Tat vor über 45 Jahren vor Gericht rechtfertigen. Da Gustaffson aber selbst schwerste Verletzungen davon trug und sich, laut eigenen Aussagen, an nichts erinnern kann, ist eine Verurteilung fraglich.
Nach Aussage von Bandkopf Laiho „spürt die Band den Geist des Mörders“.

Heutige Mitglieder:

Gesang/Gitarre: Alexi "Wildchild" Laiho
Gitarre: Roope Latvala
Schlagzeug: Jaska Raatikainen
Keyboard: Janne Viljami Wirman
E-Bass: Henkka Seppälä


Bandbegründer:

Gesang/Gitarre: Alex Laiho
Gitarre: Alexander Kuoppala
Schlagzeug: Jaska Raatikainen
E-Bass: Henkka Seppälä


Naja,weiter unten (ganz weit unten!!) steht dann was über den Mordfall am See Bodom...krasse Geschichte...aufjedenfall Lesenswert! Und davor kommt dann noch ein Interview mit dem Bandsänger/Gitarrist Alexi Laiho...viel spaß noch damit!!

ein Bildein Bild

Something Wild (1997) Hatebreeder (1999)
1.Deadnight Warrior 1.Warheart
2.In The Shadows 2.Silent Night, Bodom Night
3.Red Light In My Eyes, pt 1 3.Hatebreeder
4.Red Light In My Eyes, pt 2 4.Bed Of Razors
5.Lake Bodom 5.Towards Dead End
6.The Nail 6.Black Widow
7.Touch Like Angel Of Death 7.Wrath Within
  8.Children Of Bodom
  9.Downfall


ein Bildein Bild

Follow The Reaper (2001)
Hate Crew Deathroll (2003)
1.Follow the Reaper 1.Needled 24/7
2.Bodom After Midnight 2.Sixpounder
3.Children of Decadence 3.Chokehold (Cocked'N'Loaded)
4.Everytime I Die 4.Bodom Beach Terror
5.Mask of Sanity 5.Angels Don't Kill
6.Taste of My Scythe 6.Triple Corpse Hammerblow
7.Hate Me! 7.You're Better Off Dead!
8.Northern Comfort 8.Lil' Bloodred Ridin' Hood
9.Kissing the Shadows 9.Hate Crew Deathroll


ein Bild
Are You Dead Yet? (2005)
1.Living Dead Beat
2.Are you Dead yet?
3.If You Want Peace...Prepare for War
4.Punch Me I Bleed
5.In Your Face
6.Next In Line
7.Bastards of Bodom
8.Trashed, Lost and Strungout
9.We're Not Gonna Fall


Das Interview


Zarok: Na Alexi, wie geht’s?

Alexi: Ganz gut, ich habe eine leichte Erkältung, aber das geht schon. Bei dir auch alles klar?

Zarok: Ja. Als aller erstes: Danke, dass du dir für das Interview Zeit genommen hast.

Alexi: Kein Problem.

Zarok: Die Unholy Alliance ist die größte Tour, bei der ihr jemals teilgenommen habt. Hattet ihr vielleicht anfangs ein wenig Angst, dass euch die ganzen Slayer Fans nicht akzeptieren würden, weil ihr zu melodisch seid mit zu viel Keyboard und so?

Alexi: Hmm, nö. Ich meine, wir haben halt nie Angst und vor allem nicht, wenn’s um solche Sachen geht. Na ja, vor allem bei der USA Tour mit Slayer waren wir die einzige melodische Band im Lineup, denn Mastodon waren dort anstelle von In Flames.
Unser Zeug ist halt wie ... „Bubblegum Pop“ wenn man uns mit den anderen Bands vergleicht (lacht) und deswegen wussten wir halt echt nicht, wie die Leute reagieren würden. Die Sache ist aber, dass wir schon seit fast zehn Jahren unterwegs sind und in einem sehr jungen Alter angefangen haben, Konzerte zu geben, deswegen sind wir auch ziemlich selbstsicher, dass wir einfach raus auf die Bühne gehen können und das Haus rocken können. Und bis jetzt hat das auch gut funktioniert. Wir wurden nur einmal „geslayert“, das heißt, dass die Leute angefangen haben, mitten in unseren Songs „Slayer!“ zu brüllen aber das sollte einem echt am Arsch vorbei gehen, weißt du? Ich stand da auf der Bühne und hab diese Penner ausgelacht. Wie auch immer, mir ist das scheiß egal.
Zarok: Ja, was soll man auch sonst machen? Es ist sinnlos, sich darüber aufzuregen.

Alexi: Ja, genau. Das wurde mir schon mal gesagt. Es ist echt dumm, sich so zu benehmen, wenn man “geslayert” wird und dann anfängt denen zu sagen “Haltet die Fresse, ihr blöden Wichser!“. Das würde einfach nur bedeuten, dass du sie gewinnen lässt, weißt du? Deswegen sollte man sie einfach ignorieren.

Zarok: Heute war das Publikum auch größtenteils auf eurer Seite, also gibt es keinen Grund, sich Sorgen zu machen.

Alexi: Ja, vor allem gegen Ende der Show hatte es den Anschein, dass es im Publikum eine Menge „Pommesgabeln“ gab. Eine gute Show, ja.

Zarok: Ich schätze mal, dass du in anderen Interviews schon mindestens eine Million Mal gefragt wurdest, wie toll es ist, für Slayer im Vorprogramm zu spielen und was für eine Ehre das ist. Deswegen können wir diese Frage eigentlich überspringen und reden über eure neue DVD, die vor einigen Wochen schon in Finnland rauskam. Sie trägt den Namen “Chaos Ridden Years”. Wer hatte die Idee zu dem Titel? Du?

Alexi: Ja.

Zarok: Ich finde, dass die DVD ein echter Killer ist. Eine der besten Metal DVDs, die es zur Zeit gibt. Und ich sage das jetzt echt nicht, weil ich es sagen muss. Ich bin echt der Meinung, dass sie exzellent ist und genau das ist, was ich sehen wollte. Das Stockholm-Konzert ist absolut super und gibt einem einen guten Eindruck, wie eure Konzerte so ablaufen. Eine exzellente Setlist mit fast allen wichtigen Songs und alles was dazu gehört, so wie Drum-, Gitarren- und Keyboard-Soli, wie “Clash Of The Booze Brothers”. Cooler Titel übrigens. Wer hatte die Idee dazu?

Alexi: Das war ich ebenfalls.

Zarok: Ich habe mich schon immer gefragt, wer von euch in der Band am meisten trinken kann.

Alexi: Ich oder Janne? Hmm.. ich habe keine Ahnung. Er ist halt eh mein bester Saufkumpane auf der Welt und manchmal machen wir echt verrückte Partys, wo nur wir beide mitmachen, die Mucke voll aufdrehen und uns zwei Flaschen Wodka nehmen und die ganze Nacht White Russian trinken und dabei total durchdrehen. Doch wenn’s darum geht, wer vom Saufen am meisten abgefuckt ist, dann würde ich sagen, dass Roope echt der Schlimmste von allen ist. Es ist echt verrückt, Mann. Er ist zwar der Älteste, aber er wird schneller besoffen als ich zum Beispiel. Ich kann eine ganze Menge hartes Zeug trinken, viel Whiskey und so’n Zeug. Und Janne ist darin auch sehr gut. Was also die Menge an Alkohol angeht würde ich sagen, dass es Janne und ich sind, die am meisten vertragen.

Zarok: Auf der DVD gibt es auch eine überaus informative Dokumentation, in der ihr alle zur Geschichte der Band zu Wort kommt. Mich hat es nur gewundert, dass es da eine relativ große Lücke gibt. Nachdem ihr über die Tourneen 1998 geredet habt, ist die nächste Sache, die ihr ansprecht der Ausstieg von Alexander 2003 und ihr sagt eigentlich gar nichts zu den fünf Jahren dazwischen.

Alexi: Nun, da hat mich bereits schon mal jemand darauf hingewiesen und ich habe darauf echt keine gute Antwort parat. Es gab einen bestimmten Zeitrahmen, den die Doku nicht überschreiten durfte und wir innerhalb von X Minuten bleiben mussten, da sich das sonst technisch gesehen negativ auf die Qualität der Dokumentation ausgewirkt hätte. Deswegen mussten wir halt einiges schneiden und deswegen kam eben die große Lücke zustande, die du angesprochen hast. Wir hätten sagen können, dass wir noch mehr getourt sind, doch das nächst größere Ereignis war halt eben, als Alexander ausgestiegen ist. Ansonsten wäre es halt so gewesen „wir haben mit dem Touren angefangen, dann kam Hatebreeder raus, wir haben uns die Ärsche abgetourt, Follow The Reaper kam raus, wir haben uns die Ärsche abgetourt...“ Dann hätten wir halt nur das ohnehin offensichtliche kommentiert. Deswegen haben wir uns gedacht, dass wir halt einfach nur durch alle wichtigen Punkte in unserer Geschichte gehen und Alexander’s Ausstieg war ganz klar einer davon.

Zarok: In den Deleted Scenes kann man sehen, was ihr am Besten könnt, mal abgesehen vom Musik machen, und das ist sich besaufen und dumme Sachen machen.

Alexi: (lacht) Yeah...

Zarok: Verbunden mit einer Menge Selbstzerstörung. Auf dem finnischen Ankkarock Festival im Sommer 2006 hast du gesagt, dass du dir wieder mal etwas gebrochen hast…

Alexi: Also, ich habe mir nicht wirklich etwas gebrochen, aber es war eine verdammt schlimme Prellung, die ich mir zugezogen habe, weswegen ich auch nach dem Ankkarock zum Arzt musste. Die Sache ist die, dass wir beim Ankkarock so eine Art Headliner waren und “Ankka” das finnische Wort für “Ente” ist und es dort jedes Jahr ein gezeichnetes Maskottchen gibt, das einen Musiker als Ente zeigt. Und in diesem Jahr war ich es. Es war also schon eine größere Sache, denn wir waren die Headliner des Festivals und ziemlich erschöpft.
Es war nach zwei Monaten auf Tour mit Slayer und gleich danach stand auch noch Wacken an und zwischen diesen Dates bin ich noch nicht mal richtig dazu gekommen, richtig zurück nach Hause zu gehen und zu schlafen, da ich an der DVD arbeiten musste und beim Editieren beteiligt war. Aber um noch mal zum Thema zurück zu kommen: Beim Ankkarock habe ich mit einigen Typen von Kerrang getrunken und von dem Backstage-Bereich gibt es einen Weg zum Busparkplatz. Um den Parkplatz stand ein wirklich hoher Zaun und unser Bus war halt genau auf dem Parkplatz. Deswegen hätten wir einen riesen Umweg um den Zaun herum machen müssen, um zu unserem Bus zu gelangen. Hinzu kam, dass ich mir total die Kante gegeben habe, also wirklich sturzbesoffen war und ich dachte mir nur “Ach scheiß doch drauf, ich werde einfach versuchen über den Zaun zu klettern.” Also bin ich den Zaun hochgestiegen und habe dabei gar nicht bemerkt, wie hoch der eigentlich war. Es müssen so um die 2,50 Meter gewesen sein und ganz oben war Stacheldraht… nein, kein Stacheldraht, aber solche scharfen Spitzen und als ich da oben war, dachte ich nur noch „Oh scheiße, das sieht nicht gut aus“ und dann (lacht) habe ich versucht drüber zu kommen, aber ich war so besoffen, dass ich keine Kontrolle über mich hatte, also bin ich von da ganz oben tierisch hart auf den Boden geknallt.

Zarok: Autsch!

Alexi: Unten war aber Gras. Wenn’s ein Betonboden gewesen wäre, wär’s das. Außerdem habe ich mir dabei die Hosen zerschnitten. Ich hatte eine Jeans an und die scharfen Spitzen auf dem Zaun haben meine beiden Hosenbeine beim Fallen total aufgeschnitten. Das ist also das, was passiert ist.

Zarok: Mit welchem Körperteil bist du denn auf Boden gefallen?

Alexi: Es war die selbe Scheiße, die ich schon mal hatte, die rechte Seite meiner Rippen. Es war zwar nichts gebrochen, aber eine richtig üble Prellung und es hat tierisch weh getan. Deswegen musste ich an diesem Tag eine Menge Schmerztabletten einnehmen, um die Show spielen zu können. Ich bin nun mal so bescheuert, da kann man nichts machen.

Zarok: Alles in allem hattest du schon eine Menge gebrochener Knochen: Dein Zeh auf der letzten Europa Tour, dein Handgelenk Ende 2004...

Alexi: Ja, das war echt das Allerschlimmste...

Zarok: ...du hast eine Sinergy Tour mit gebrochenem Bein gemacht, dann eine gebrochene Rippe in Korea 2001, als Alexander auf dich gefallen ist, als ihr zusammen getanzt habt.

Alexi: Ja, genau. Das war das erste Mal mit meiner Rippe. Damals habe ich sie mir übrigens gebrochen.

Zarok: Was ist als nächstes dran? Vielleicht dein Genick?

Alexi: (lacht) Ja, ich sollte vielleicht mal damit anfangen über meine Taten nachzudenken, aber wenn ich Party mache und in einer guten Stimmung bin, dann ist mir eigentlich alles andere scheiß egal, weißt du? Und ich mag es halt einfach, dumme Sachen zu tun und manchmal endet das halt damit, dass man sich etwas bricht, wie ich auch auf der DVD gesagt habe. Für gewöhnlich ist es eher kleiner Kram und das macht mir nichts aus. Ok, als ich meinen Zeh in Barcelona gebrochen habe, war es echt beschissen. Das hat mich für zwei Wochen oder so, sehr daran gehindert, mich auf der Bühne so zu bewegen, wie ich es sonst immer mache. Doch die Sache war sehr schnell geheilt, also war es ok. Aber bei diesem einen Mal, wo ich mir das Handgelenk gebrochen hatte, war ich echt total wütend auf mich und ich dachte nur „Junge, du musst echt damit aufhören, diesen blöden Scheiß zu bauen. Du musst es einfach lassen.“ Echt jetzt, ich habe mich selbst so sehr gehasst, das kannst du dir nicht vorstellen. Weißt du, mir ist es egal, ob ich mal ein blaues Auge bekomme, eine leichte Prellung oder ein paar Kratzer, so etwas passiert halt. Aber es ist schon etwas anderes, wenn du dann am nächsten Morgen in den Spiegel schaust und siehst, dass dein Gesicht voll abgefuckt ist, du ein wirklich übles blaues Auge hast und jede Menge Kratzer und Stiche im Gesicht, sowie noch drei gebrochene Knochen im deinem Handgelenk. Dann denkst du halt nur noch „So, das hast du nun davon. Bist du jetzt zufrieden?“. Ich denke aber, dass ich in der Beziehung schon etwas ruhiger geworden bin.

Zarok: Das ist doch gut zu hören. Zurück zur DVD: Auf der DVD sind alle eurer offiziellen Promo Videos enthalten (bis auf „Needled 24/7“ aus bekannten Gründen). Es gab viele Leute, die Probleme mit euren letzten Video “Are You Dead Yet?” hatten. Ich selbst halte es für ok, aber verglichen mit den anderen ist es das schlechteste, aufgrund der Story und den Schauspielern. Sex in einem Children Of Bodom Video? Naja…

Alexi: Ich weiß nicht... Also, jeder braucht Sex, deswegen ist das jetzt nicht der schlechteste Teil. Aber ich sehe das wie du: Ich mag das Video auch nicht. Ich mag aber das Material, wo man die Band spielen sieht. Normalerweise stehen wir ja immer in einer riesigen Industriehalle, wo der ganze Boden nass ist und so. Für „Are You Dead Yet?” sollten wir hingegen in einem kleinen Club spielen und da ist die Stimmung auch total anders. Insofern ist das Material, wo die Band zu sehen ist, richtig cool ausgefallen, auch wenn man die anderen in der Band hätte öfter filmen können, denn zum größten Teil sieht man halt nur mein Gesicht und wie ich singe und so. Es kotzt mich wirklich an, dass die anderen Jungs nicht öfter zu sehen sind. Die Story in dem Video ist halt... hmm, ich weiß nicht. Wenn du mich fragst, dann ziehe ich “Deadnight Warrior” alle mal “Are You Dead Yet?” vor.

Zarok: Das heißt also, dass man so etwas für’s Erste wohl nicht mehr erwarten kann? Es war ein Versuch und schien nicht so richtig hingehauen zu haben

Alexi: Ja, es war halt etwas anderes und ich glaube, dass man es hätte cooler machen können, doch es gab wohl eine Art Verständigungsproblem oder so. Wir haben die ersten Entwürfe zur Handlung des Videos von diesem Typen bekommen, der in L.A. wohnt, es war sogar ein Deutscher. Und wir entgegneten darauf nur „Junge, willst du uns verarschen oder was? Wir werden diesen Scheiß bestimmt nicht in unserem Video verwenden!“. Denn eigentlich sollte der Typ, der das Auto fährt, einen Ferrari fahren und wie ein Yuppie-Wichser aussehen, der eine Rolex trägt. Ich habe nur gedacht „Bleib mir ja mit diesem Mist weg! Das wird in keinem Children Of Bodom Video zu sehen sein. Auf keinen Fall!“ Dann haben wir ihm gesagt, dass wir diese Leute zumindest alle ein wenig abgefuckter haben möchten und dass sie einfach verrückter aussehen sollen, ich weiß jetzt auch nicht genau wie. Wir haben die Schauspielerin zum Beispiel aus fünf verschiedenen Vorgaben ausgewählt. Jedenfalls war ich mit dem Ergebnis nicht sehr zufrieden, da ich das Ganze kranker, verstörter und böser haben wollte, und das ist es ganz sicher nicht. Es ist halt nach hinten losgegangen. Ich würde sagen, dass “In Your Face” mein absolutes Lieblingsvideo von Children Of Bodom ist.

Zarok: Meins ebenfalls. Es hieß, dass es eine alternative Version des „Are You Dead Yet?“ Videos auf eurer DVD geben sollte, doch letztendlich gab es keine. Wieso?

Alexi: (Schüttelt den Kopf) Davon habe ich noch nie etwas gehört.

Zarok: Ah, ok. Ich habe diese Info von Spinefarm bekommen.

Alexi: Echt?

Zarok: Ja, vielleicht ein Missverständnis... Warum hat es aber eigentlich so lange gedauert, bis ihr eure erste Full Length DVD veröffentlicht habt? Soweit ich weiß, gab es schon im Jahr 2000 oder 2001 einige Pläne und ihr wolltet eine DVD mit einem Konzert aus Tampere, Finnland während der Follow The Reaper Tour veröffentlichen.

Alexi: Keine Ahnung, Mann, das ist echt schon verdammt lange her. Aber ja, es hat in der Tat sehr lange gedauert, doch die Sache ist die, dass wir uns etliche DVDs von anderen Bands, die wir mögen, angesehen haben und deren DVDs allesamt der größte Mist waren. Ich werde jetzt keine Namen nennen, aber da findet man nur die Live Show, die man halt einfach braucht und das ist ja in Ordnung. Das ist, was man tut, man spielt live und das ist cool. Aber man muss zusätzlich noch eine ganze Menge Extras mit draufpacken. Als ich mir die DVDs von den anderen Bands angesehen habe, dachte ich nur „So wird das nicht bei uns sein“. Bevor wir also etwas so schnell wie möglich veröffentlicht hätten, haben wir lieber gewartet, bis wir uns bereit gefühlt haben. Und ich denke, dass wir das bis jetzt nicht waren. Wir haben im letzten Sommer damit angefangen daran zu arbeiten und wir hatten mindestens 200 Stunden Video-Material von uns, wie wir besoffen sind und verrückte Dinge anstellen. Ich und die Jungs sind dann jeden Tag zu Henkka in die Wohnung gegangen und haben uns dort für einige Stunden das Zeug angesehen. Wir sind alle Videobänder durchgegangen und haben die Stellen herausgesucht, die wir vielleicht nehmen würden und das war eigentlich, wie alles anfing. Uns ging es darum, dass wir eine gute DVD machen wollten und wir wollten auch eine interessante DVD machen, auf der man etwas mehr sieht, als nur ein Konzert und es ist ja auch lustig, wenn man uns betrunken und bekloppt sieht. Aber wenn es nur das gewesen wäre, würde es nach 15 Minuten schnell langweilig werden. Deswegen gibt es die Interviews mit uns und das andere Zeug. Wir wollten uns darauf bezogen echt Mühe geben. Wir wollten von jedem einzelnen eine Art Biografie haben, wo man Bilder und Videos aus der Kindheit sieht. Unter anderem sieht man zum Beispiel mich als Siebenjährigen Geige spielen. Niemand hat dieses Zeug sonst vorher gesehen und genau so etwas wollten wir machen.

Zarok: Und was war mit eurer ursprünglichen Idee, verschiedene Live Clips eurer Songs, die auf der ganzen Welt mitgeschnitten wurden und dann zusammengemischt für eine DVD benutzt werden sollten? Soweit ich mich erinnere hast du doch gesagt, dass ihr keine DVD mit einer einzigen Live Show haben wolltet, sondern Songs von hier und da, die an verschiedenen Plätzen aufgenommen wurden, in der Art von Skid Row’s “Oh Say Can You Scream”.

Alexi: Hmm… Ich weiß nicht, also in meinem Kopf war es eine gute Idee, aber ich schätze, dass es in echt keine ist. Heutzutage kann man so etwas nicht mehr machen. Ich bin mit Pantera und Skid Row Homevideos aufgewachsen und dort gab es auch keine ganzen Live Shows, sondern einzelne Songs von überall. Ich wollte unsere DVD auch in der Art haben, doch letztendlich sehe ich es auch so, dass man halt einfach ein ganzes Konzert braucht. Und es hat sich ja als eine wirklich tolle Show herausgestellt, das Publikum war super und alles wurde mit 18 Kameras gefilmt. Es sieht also hervorragend aus. Ich bin sehr glücklich, dass wir es so gemacht haben.

Zarok: Für diese ursprüngliche Idee wurden ja etliche Konzerte und Festivals, auf denen ihr gespielt habt, gefilmt. Was wird denn nun mit diesen ganzen Aufnahmen geschehen, vor allem mit den älteren, die vor 2003 aufgenommen wurden? Besteht da eine Möglichkeit, dass Teile von diesem Material eines Tages vielleicht doch noch mal auf einer weiteren DVD veröffentlicht werden? Oder wird dieses Material in den Archiven von Spinefarm für immer verstauben?

Alexi: Na ja, es gibt auf der DVD eigentlich eine ganze Menge Material, wo man einige Sekunden der Follow The Reaper Tour und auch von der Hatebreeder Tour sieht. Wir haben halt so viel verschiedenes Material, dass wir tatsächlich eine weitere DVD herausbringen könnten. Ich weiß nicht, ob es so etwas jemals geben wird, aber wir hätten auf jeden Fall eine ganze Menge aus dieser Ära, was wir benutzen könnten.

Zarok: Vor allem rare Songs, die ihr nur sehr selten gespielt habt, so wie “Children Of Decadence” oder “Knuckleduster” wären cool. Ihr könntet also eine DVD veröffentlichen, auf der man jeden Song sehen könnte, den ihr jemals live gespielt habt?

Alexi: Also, einige von diesen Songs zu zeigen wäre eine gute Idee, zum Beispiel einen Clip, wo man uns “Children Of Decadence” spielen sieht. Der ist übrigens nicht mein Lieblings-Livesong, aber ich weiß, dass es eine Gruppe unserer Fans gibt, die ihn sehr mag. Es wäre auf jeden Fall mal etwas anderes und nicht immer nur “Needled” und “Sixpounder” und so weiter.

Zarok: Wo wir gerade schon bei raren Songs sind, die ihr nicht oft spielt: Ihr habt schon Songs wie “Trashed, Lost & Strungout”, “Bastards Of Bodom” und auch “Knuckleduster” live gespielt, doch ihr sagt, dass diese Songs live einfach nicht richtig funktionieren. Wieso eigentlich?

Alexi: Nun “Trashed, Lost & Strungout”… ich weiß noch nicht mal, warum der nicht richtig funktioniert. Jedes Mal, wenn wir ihn gespielt haben, klang er so, als ob er nicht richtig rocken und grooven würde. Aber um ganz ehrlich zu dir zu sein: Ich würde sagen, dass es einfach ein Mangel an Übung ist.

Zarok: Ok…

Alexi: Yeah… ja, es stimmt. Und was Knuckleduster betrifft: Ich mag den Song total gerne, aber viele Leute mögen ihn eben nicht. Viele kennen ihn einfach nicht. Wir haben versucht ihn live zu spielen... sogar einige Male. Es war immer ungefähr so „Hey ihr Motherfucker, der nächste Song heißt Knuckleduster” und die meisten waren verwundert und dachten nur „was zum Teufel ist denn das?”. Doch als Song ist er ein klasse live Song, super Heavy und er hat diesen geilen Groove.

Zarok: Trotzdem schade zu hören, dass ihr einige Songs nie wieder spielen werdet. Vor allem “Trashed” ist sehr bekannt und ihr habt ein Video dazu gedreht, es gibt also eine Menge Fans, die darauf hoffen, ihn mal live zu sehen.

Alexi: Wie ich schon sagte, eines Tages bekommen wir es hin, ihn zu spielen.

Zarok: Na gut, wenn du das sagst.

Alexi: Ich verspreche es dir.

Zarok: Ok, ich habe dein Wort! Machen wir weiter. Es scheint, dass die vier Songs, die auf eurem aktuellen Album am besten live funktionieren “Living Dead Beat”, “Are You Dead Yet”, “In Your Face” und “We’re Not Gonna Fall” sind. Heißt das also, dass es nur vier gute live Songs auf Are You Dead Yet? gibt und ihr nur diese Songs in Zukunft spielen werdet?

Alexi: Nee, nee… Wir wollten ja eigentlich “If You Want Peace” auf dieser Tour spielen. Das Problem war nur, dass wir einfach keine Zeit hatten, uns darum zu kümmern. Ok, ich weiß wie man ihn spielt und auch jeder andere in der Band weiß wie man ihn spielt, doch zusammen als Band ist das etwas ganz anderes. Wenn man zusammen spielt, muss man diesen bestimmten Groove, den ich schon angesprochen habe, hinbekommen und das gleiche gilt auch für „Trashed“. Wir haben aber beschlossen, dass wir es auf jeden Fall mal versuchen werden. Auch “Punch Me I Bleed” ist mit Sicherheit ein Song, den wir zukünftig spielen werden. Den haben wir ja sogar schon ein paar Mal in Finnland gespielt.

Zarok: Ah, gut. Ich habe mich nur gewundert, dass ihr damit aufgehört habt, ihn zu spielen, aber ich denke mal, dass es einfach zu viel ist, drei langsame Songs im Set zu haben.

Alexi: Ja, genau das ist es. Jetzt haben wir halt schon zwei Tourneen am Stück gemacht, wo wir keine Headliner waren und nur 40 Minuten bekamen. Ich denke, “Angels Don’t Kill” ist zur Zeit der langsame Song, der am Besten funktioniert.

Zarok: Ihr plant also “If You Want Peace” auf der nächsten Nord Amerika Tour zu spielen?

Alexi: Ja, auf jeden Fall! Nach dieser Tour haben wir ungefähr vier oder fünf freie Tage, bevor es in die USA geht und wir alle stimmen damit überein, dass wir auf jeden Fall etwas anderes bieten müssen. Wir müssen andere Songs spielen, denn für dieses Album ist es jetzt schon die fünfte Tour oder so. Ich selbst denke ja, dass es zu viel ist, aber die anderen sind der Meinung, dass es eine gute Idee ist, deswegen machen wir es. In diesen vier Tagen, in denen wir Zeit haben, werden wir diesen Song üben, vielleicht “Trashed” und vielleicht auch “Children Of Bodom”, den wir übrigens letztens auf dem japanischen Loudpark Festival gespielt haben.

Zarok: Hat Janne nicht mal in einem Interview vor diesem Festival gesagt, dass ihr vorhabt, einen Song von Are You Dead Yet? zu spielen, den ihr vorher noch nie live gespielt habt?

Alexi: … Weiß ich jetzt gar nicht. Es war vielleicht “Punch Me I Bleed”, denn ich glaube, wir haben den noch nie zuvor in Japan gespielt.

Zarok: Werdet ihr für diese Tour auch ältere Songs in die Setlist nehmen? So zum Beispiel “Mask Of Sanity”, den ihr noch nie in den USA zuvor gespielt habt. Es wäre schön, etwas neues und frisches in eurem Set zu sehen, so dass die Leute nicht immer die selben Songs erwarten können.

Alexi: Pff… nun ja, es gibt eine Menge Stellen in dem Song, die ich echt mag und es gibt auch einige Stellen in dem Song, die sind einfach nur… Ich habe mir vor einigen Tagen mal wieder das ganze verdammte Album seit einigen Jahren angehört. Es gibt dort Songs, die fangen so gut an, so wie zum Beispiel “Mask Of Sanity”, doch bei dieser Stelle im Mittelteil dachte ich nur „Was zum Teufel habe ich mir nur dabei gedacht?“ Wir hätten diesen Teil rauslassen sollen, dann wäre es ein guter Song gewesen. Vielleicht eines Tages mal, denn wir haben diesen Song früher recht häufig gespielt.

Zarok: Vor allem für “Mask Of Sanity” hast du ja eine Menge alter Inearthed Riffs und Melodien wieder verwendet.

Alexi: Ja, genau diese Stellen meine ich, hehe… (lacht) Wir hätten sie rauslassen sollen.

Zarok: Gibt es einen bestimmten Children Of Bodom Song, auf den du besonders stolz bist, ihn geschrieben zu haben und mit dem du dich vielleicht sogar verbunden fühlst?

Alexi: (Pause) Im Moment… (längere Pause) würde ich… (sehr lange Pause) es ändert sich die ganze Zeit, so wie die Stimmungen der Leute, die sich auch immer ändern. Manchmal hast du einen guten Tag, manchmal hast du eben einen schlechten. Heute… denke ich, habe ich einen Tag, der wohl... “Living Dead Beat” benötigt! Und morgen wird es dann “Are You Dead Yet?” sein. (lacht)

Zarok: Ok, nun das Gegenteil: Welcher deiner Songs ist dir peinlich? Aber bitte antworte jetzt nicht “das gesamte Something Wild Album”.

Alexi: Hey, nicht das gesamte Album, Mann! Ich meine, ich bin echt stolz auf das Teil. Meinst du jetzt musikalisch gesehen oder von den Texten?

Zarok: Von der Musik her.

Alexi: Hmm, gut… dann lass uns mal sagen, dass wir dafür Something Wild außen vor lassen, es ist nicht dabei.

Zarok: Ok.

Alexi: Ah ja, “Wrath Within” von Hatebreeder. Der Song macht überhaupt keinen verdammten Sinn. Es ist nur ein Haufen Riffs und Riffs und … Riffs. Also, es gibt in dem Song schon einige geile Riffs, aber es ist einfach… als Song… er ist noch nicht mal ein richtiger Song, es ist einfach nur ein Haufen Riffs hintereinander und das ist es. Wenn jemand noch nie Children Of Bodom gehört hätte und würde diesen Song als aller ersten hören, dann wäre mir das echt peinlich.

Zarok: Nun, du bist der Einzige, der überhaupt so etwas negatives über die Songs sagen darf. Ist das jedenfalls auch der Grund, warum ihr den Song noch nie gespielt habt?

Alexi: Ganz genau. Und das werden wir auch nie.

Das Mysterium des Bodom Sees

Am 4. Juni 1960 machte sich eine Gruppe von vier Jugendlichen - bestehend aus den beiden 15-jährigen Mädchen Maili Irmeli Björklund (von links) und Anja Tuulikki Mäki, sowie den beiden 18-jährigen Jungs Seppo Antero Boisman und Nils Wilhelm Gustafsson - zu einem bildhübschen finnischen See im Inneren von Espoo auf, um dort zu campen. An ihren Ausflug zum Bodominjärvi (Finnisch für Bodom See) erinnert sich heute noch jeder Finne.

Es war ein schöner und sonniger Tag, als die Jugendlichen an ihrem gewählten Campingplatz, dem Cape Hästbergen ankamen, den sich die Jungs bereits zuvor einmal angeschaut hatten, als sie mit ihren Motorrädern die Gegend erkundeten. Zu dieser Zeit war es in dieser Region sehr still und friedlich und fast unbevölkert. Die Mädchen hatten ein paar Probleme mit ihren Eltern, die sie nicht die Nacht über an dem See verbringen lassen wollten, da vor einiger Zeit auf der anderen Seite von Finnland ein bedauerlicher Mordfall stattfand (jedoch wurde der Täter bereits gefasst).


Triple Corpse Hammerblow
Nachdem sie ihr Camp aufgeschlagen hatten und eine Runde im See geschwommen waren, begab sich das lustige Quartett an ein nahegelegenes Kiosk, um etwas Kaugummi und Limonade zu kaufen.

Um 19:30 kehrten sie zu ihrem Zelt zurück und das war der Zeitpunkt, zu dem der letzte Fischer und die letzten anderen jungen Kinder den See verließen und sie die letzten waren, die die vier noch lebendig sahen.


Schon bald fiel die Nacht über sie herein, während die Sonne langsam unterging und die Kinder das allerletzte Mal einschlafen sollten. Zwischen 3 und 6 Uhr morgens hauchten die Kinder des Bodoms ihren letzten Atemzug. Jemand - oder etwas - griff die unschuldigen Camper brutal an, indem er auf ihr Zelt sprang und mit hasserfüllten Augen mehrmals auf sie einstach. In seinem Mordrausch traf er seine Opfer hauptsächlich am Kopf, Hals und Oberkörper. Einem der Mädchen wurde 11 Mal in den Hals gestochen. Nils schaffte es, aus dem Zelt zu entkommen, doch er wurde schwer von einem Stein am Kopf verletzt.

Der Mörder entkam mit verschiedenen Gegenständen der Kinder: Brieftaschen, Badesachen, Personalausweisen, aber nichts, was diese Tat wert gewesen wäre.



Bodom After Midnight

Am nächsten Tag brach der zweifache Vater Erkki Johansson zu einem nahegelegenen Strand auf, um dort mit seinen beiden Jungs schwimmen zu gehen. Durch Zufall entdeckte er das eingestürzte Zelt und den blutverschmierten Nils, der daneben lag. Johansson drehte bei diesem Anblick fast durch und rief sofort die Polizei. Als die Polizei und Notärzte eintrafen, wurden Maili, Anja and Seppo für tot erklärt, doch Nils konnte trotz der Verletzungen der Tatwaffe und des Steins noch seine Arme bewegen. Er hatte 10 Wunden und sein Ober- und Unterkiefer waren gebrochen.

Er war der Einzige, der diese brutale und unbegreifliche Tat der Gewalt überlebte. Die komplette finnische Bevölkerung war von diesem schrecklichen Dreifach-Mord geschockt und entsetzt und die Nachricht von dieser Tat machte in fast allen Ländern dieser Welt Schlagzeilen. Sofort nach den Morden begann die größte Fahndung in der finnischen Kriminalgeschichte.



Follow The Reaper
Das Motiv des Mörders stellte ein komplettes Rätsel dar und es gab keinerlei Hinweise - bis auf einen 80x40cm großen Kissenbezug, in dem der Mörder vermutlich die Tatwaffe trug. Der schwerverletzte Nils wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und die Polizei wartete unruhig darauf, dass er endlich aufwachen würde, so dass sie wichtige Informationen über den Mörder bekommen könnten. Doch letztendlich war es eine herbe Enttäuschung, als er endlich aufwachte, denn das Erste, was er sagte war "Wie bin ich in diesen Autounfall verwickelt worden?"
 
Nils konnte sich an gar nichts, was mit dem Mord zu tun hatte, erinnern und so kam es, dass er einen Monat später unter Hypnose befragt wurde, um in sein Unterbewusstsein zu gelangen. Er konnte tatsächlich einige Details zum Mörder geben und er gab auch an, dass die Augen des Mörders rot glühten (Red Light In His Eyes?). Auch weitere Augenzeugen, wie zum Beispiel Olavi Virtanen, der jemanden sah, der gegen 6 Uhr morgens den See verließ, wurden hypnotisiert, um an mehr Informationen zu gelangen. Auf der linken Seite sind einige Phantombilder abgebildet, die nach den gegebenen Angaben und Erzählungen erstellt wurden.

Leider waren die Bilder keine große Hilfe. Die Polizei bekam zwar Hunderte Tipps und Hinweise, aber diese brachten sie nicht wirklich weiter. Zudem stand die Polizei unter großem Druck der Öffentlichkeit, da sie keinerlei Resultate hervorbrachte.


Einige Leute versuchten sogar, die Untersuchungen zu stören und Verwirrung auszulösen: So schnitt sich jemand seinen Arm mit einem Messer auf und ließ es später in einem Busch am Tatort zurück. Natürlich muss man auch bedenken, dass die polizeilichen Methoden in den Sechzigern um einiges schlechter als die heutigen waren und die Polizei wirklich keine Schuld traf. Darüber hinaus: Wer ist schon in der Lage auf die Spur des Reapers zu kommen?

Einer der Hauptverdächtigen war der Kioskbesitzer, der den Kindern an besagtem Abend die Süßigkeiten verkauft hatte, aber es gab keine richtigen Beweise gegen ihn. Einige Jahre später erzählte er seinen Freunden in einer Kneipe, er sei der Mörder vom Bodom. Er sagte nur: "ICH HABE ES GETAN!" Da alle Anwesenden ziemlich betrunken waren, wusste niemand so recht, was er eigentlich meinte. Am nächsten Tag wurde der Kioskbesitzer, der von sich behauptete, der Mörder zu sein, ertrunken im Bodom gefunden. Seltsamerweise war er ein ausgezeichneter Schwimmer gewesen. Deswegen hatte es den Anschein, dass er sich selbst umgebracht hat. Man sagt sich, dass er das Campen am See an der Stelle, die ihm gehörte, verbot, doch die Jugendlichen es trotzdem taten. Aus diesem Grund war er anfangs einer der Hauptverdächtigen, doch später bewies die Polizei, dass er niemals den Mord hätte begehen können

Es gab nach und nach auch weitere Augenzeugen, die immer nur einen Teil von etwas sahen, das zur Klärung des Falls hätte beitragen können. Einige Fischer und ein Motorradfahrer sahen einen Mann von hinten, aber nichts weiteres. Unter anderem wurden sogar die Fischer und der Motorradfahrer verdächtigt. Selbst Nils Gustafsson wurde verdächtigt, seine Freunde umgebracht zu haben, doch seine Verletzungen waren viel zu lebensgefährlich gewesen und kein Mensch wäre in der Lage gewesen, so oft und lange auf sich einzustechen.

Im Jahre 2003 wurden die Morde wieder in den finnischen Nachrichten erwähnt, da einer der Hauptverdächtigen - der aus Deutschland stammende Hans Assman - verstarb und dies dem berühmten finnischen Professor Jorma Palo den Mut gab, ein Buch unter dem Namen "Bodomin arvoitus" (= die Mysterien des Bodom) zu veröffentlichen.

Im Juni 1960 arbeitete Palo als Assistenzarzt in einem Krankenhaus in der Nähe des Sees. 12 - 32 Stunden nach den Morden kam der 37-jähige Hans Assman mit blutverschmierter Kleidung und sehr verwirrtem Geisteszustand ins Krankenhaus. Nachdem die Ärzte ihn untersuchten, fanden sie heraus, dass mit dem Mann rein körperlich alles in Ordnung war und dass es sich nicht um sein eigenes Blut handelte, was seine Kleidung befleckte. Da er überhaupt kein Finnisch sprach, konnten sich die Ärzte nicht mit ihm unterhalten.


Palo und die anderen Ärzte versuchten, die Polizei ins Krankenhaus zu holen, doch diese hörten erst nicht auf die Ärzte, da sie zu dieser Zeit ständig ähnliche Hinweise bekamen. Assman verließ das Krankenhaus recht schnell und als die Polizei daraufhin endlich eintraf, wollten sie nicht einmal Palo zu dem Fall befragen.

Palo ist immer noch davon überzeugt, dass Assman der Mörder war, doch als Palo 2003 von der Polizei dazu noch befragt wurde, kam die Polizei zu dem Schluss, dass Assman ein sehr gutes Alibi hatte.

Bodomin Arvoitus ist nicht das einzige Buch, dass zu den Morden veröffentlicht wurde und es gibt auch ein recht interessantes Dokument über den Mord namens "Ei vanhene koskaan". Viele Jahre später tauchten auch immer wieder Gerüchte über eine Verfilmung der Geschehnisse auf. Den neuesten Informationen zufolge arbeitet Nils Gustafsson, derjenige der den Lake Bodom überlebt hat, heutzutage als Busfahrer in der Stadt Espoo. Er ist schon über 60 Jahre alt, aber immer noch nicht im Ruhestand.


Über 40 Jahre später war der schreckliche Dreifach-Mord immer noch nicht gelöst. Es gibt zahlreiche Theorien, allein über 70 (!) Hauptverdächtige, Hunderte von kleineren Verdächtigungen, insgesamt wurden über 3700 Leute befragt und verhört und es gab auch Theorien über zwei mögliche Mörder. Die Möglichkeit eines Rituals oder eines Serienmordes wurde von offizieller Seite ausgeschlossen.


Nach 44 Jahren... Etwas Wildes Hat Überlebt!

Am 2. April 2004 ließ die finnische Polizei die Bombe platzen. Die Ergebnisse der umfangreichen Ermittlungen, die sie in all den Jahren anstellte, wurden veröffentlicht. Fast 44 Jahre waren vergangen und ein Mann wurde gefangen genommen, der verdächtigt wurde, der Lake Bodom Mörder zu sein. Für ein paar Tage wurde seine Identität geheim gehalten und in der finnischen Presse wurde bereits heftigst diskutiert. Viele Zeitungen berichteten über die Morde mit einer Vielzahl von Details und einige Leute, die damals schon gelebt hatten, wurden interviewt. Sogar Children Of Bodom wurden in einem kleinen Artikel erwähnt, da sie schon dazu beigetraten haben, die Geschehnisse auf der ganzen Welt zu verbreiten. Alexi meinte, dass der Vorfall eine großartige Quelle Improvisation für ihn darstellte.

Nach ein paar Tagen Spekulation wurde die Identität des Verdächtigen bekanntgegeben. Es war Nils Gustafsson, der Mann, der den Lake Bodom überlebt hatte. Man braucht sich nicht zu fragen, was das meistbesprochenste Thema im finnischen Smalltalk für die nächsten Wochen war. Nils blieb vorerst in Untersuchungshaft und wurde bis zum Juni 2004 des öfteren verhört. Im Juni war die Polizei gezwungen, ihn freizulassen, da sie noch nicht bereit waren den Fall vor Gericht zu bringen.

Nils wurde es verboten für einige Wochen zu verreisen, doch später wurde er von dem Verbot befreit, da die Polizei der Meinung war, dass es höchst unwahrscheinlich sei, dass er versuchen würde, sich aus dem Staub zu machen. Selbst heute noch versucht die Polizei genug Material zusammen zu bekommen, um Nils vor Gericht zu bringen. Es scheint, dass ihre Ermittlungen auf neuester Technologie und DNS-bezogenem Material beruhen. Sie haben immer noch das Zelt und andere Materialien aus den 60ern.

Die Regenbogenpresse berichtete darüber täglich für mehrere Wochen und nahmen sogar mit der Scythes Of Bodom Crew Kontakt auf und fragten, ob sie ein Bild von der Seite benutzen könnten, wo Nils in den 80ern die Gräbern der drei anderen besucht. Am nächsten Tag erschien das Bild auf dem Cover des größten finnischen Regenbogen-Magazins.

Nachdem bekannt wurde, dass Nils der Verdächtige ist, erwähnten Children Of Bodom das natürlich auf ihren Live Konzerten und widmeten ihm sogar die Songs Bodom Beach Terror und Bodom After Midnight. Einige fragten sich, ob die Band nun ihren Namen ändern würde, da nun etwas von dem Mysteriösen fehlen würde und Janne hatte sogar eine gute Idee parat: COB könnten ihren Namen zu Stratovarius ändern! Denn nach all den stichhaltigen Vorfällen wurde der Messerstecher, der auf Timo Tolkki los ging, immer noch nicht gefasst und so gäbe es wieder etwas mysteriöses. Seltsamerweise kam die Band nie wieder auf diesen Einfall zurück...

Natürlich ist es unheimlich schwer, Beweise eines so alten Falls zu sammeln. Es scheint jedoch, dass die Polizei genug belastende Beweise zusammen hatte, um Gustafsson für 2 Monate einzusperren. Seine Arbeitskollegen von der Busfirma wurden verhört und sie sagten, dass er ein ganz normaler Kerl wie jeder andere auch sei. Einige der Leute, die dort arbeiteten wussten, was er in der Vergangenheit durchgemacht hatte, doch es war ein zu sensibles Thema, das niemals angesprochen wurde. Es ist total unerklärlich, wie Nils nach so einem Akt brutaler Grausamkeit an seinen Freunden ein ganz normales Leben hätte führen können.

Vielleicht haben sie ja den Falschen.....


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